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Künstlerische Rekonstruktion von Kumimanu biceae im Größenvergleich mit einem Taucher. © Senckenberg

Uralter Vogel mit Übergrößen-Frack

Frankfurt, den 12.12.2017. Senckenberg-Wissenschaftler Dr. Gerald Mayr hat gemeinsam mit einem neuseeländischen Team eine bisher unbekannte fossile Riesenpinguinart beschrieben. Aus den Knochenfunden lässt sich ableiten, dass der Pinguin zu Lebzeiten eine Größe von mehr als 1,7 Metern und ein Körpergewicht von etwa 100 Kilogramm erreichte. In ihrer heute im Fachjournal „Nature Communications“ erschienenen Studie zeigen die Forscher, dass „Gigantismus“ keine Seltenheit bei frühen Pinguinen war und sich vermutlich als Folge der Flugunfähigkeit dieser Vögel entwickelte.

Kumi bedeutet in der Sprache der Maori Monster, manu ist das Wort für Vogel – aus dem Artnamen des neuentdeckten Pinguinfossils, Kumimanu biceae, lässt sich also schon ableiten, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Fund handelt.

„Wir haben Flügel und Beinknochen dieses Pinguins untersucht und schnell gemerkt, dass es sich um eine bisher unbekannte Art handelt“, erläutert Dr. Gerald Mayr vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt und fährt fort: „Aus der Größe der Knochen lässt sich ableiten, dass dieser Pinguin mehr als 1,7 Meter groß wurde und über 100 Kilogramm wog“.

Der neue Fund gehört folglich zu den größten fossilen Pinguinarten und wird in seiner Körpergröße nur von einem fossilen Vogel aus der Antarktis übertroffen, der allerdings nur von sehr bruchstückhaften Resten bekannt ist. Mehr erfahren...

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