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Mit Hilfe des Tauchroboters MARUM-QUEST wird das Unterwassergebirge Marion Rise erkundet. Das Gerät sammelt Gesteinsproben und Daten für die Wissenschaft - und sendet bald Live-Bilder. © Christian Lott

Forschungsschiff SONNE: Expedition zur Nahtstelle zwischen zwei Kontinenten

Unter der Oberfläche der Ozeane erstrecken sich gewaltige Gebirgszüge, die durch das Auseinanderdriften der Kontinentalplatten entstehen. Eine solche Erhebung ist Marion Rise südöstlich von Südafrika. Ein Wissenschaftlerteam untersucht mit dem Forschungsschiff SONNE vom 6. März bis 12. April 2020 diese Nahtstelle der Erdkruste genauer und bezieht die Öffentlichkeit mit Live-Bildern ein. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Es könnte ungemütlich werden auf der Forschungsfahrt SO273: Die Expedition führt ins Gebiet der „Roaring Forties", eine Region zwischen 40 und 50 Grad südlicher Breite mit häufigen Stürmen, hohem Seegang und viel Regen. Ziel des Forschungsteams ist das Unterseegebirge Marion Rise. An dieser Nahtstelle zwischen Afrika und der Antarktis treffen zwei Erdplatten aufeinander, die voneinander wegdriften - allerdings extrem langsam. Sie entfernen sich weniger als einen Zentimeter pro Jahr.

Durch die extrem langsamen Spreizungsraten auf dem südwestindischen Rücken ergibt sich eine Besonderheit: „An anderen Rücken wird die Naht mit Schmelze - also vulkanischem Gestein aus oberflächennahen Erdschichten - geschlossen. Am südwestindischen Rücken geschieht dies durch tektonische Prozesse, durch die an Land beispielsweise auch Gebirge entstehen", erklärt Projektleiter Professor Jürgen Koepke von der Leibniz Universität Hannover. Mehr erfahren...

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