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Der Mensch verursacht Massenaussterben in Australien

Immer wieder haben im Verlauf der Erdgeschichte katastrophale Massenaussterbeereignisse die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt global oder regional stark dezimiert. Die Ursachen sind allerdings nicht immer offensichtlich. Eines dieser Massenaussterben ereignete sich vor rund 45.000 Jahren in Australien. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat jetzt in der Fachzeitschrift Nature Communications neue Untersuchungen veröffentlicht, die zeigen, dass der Mensch schuld daran war.

Gigantische Laufvögel, meterlange Warane, Riesenkängurus – in der erdgeschichtlichen Zeit des Pleistozäns bevölkerte eine vielfältige und häufig großgewachsene Tierwelt den australischen Kontinent. Doch vor rund 45.000 Jahren verschwand diese sogenannte Megafauna in sehr kurzer Zeit. Die Gründe für dieses Massenaussterben und auch deren zeitliche Einordnung waren in der Forschung lange umstritten. „Sowohl der Mensch, der etwa gleichzeitig den Kontinent erreichte, als auch klimatische Veränderungen wurden als Ursachen diskutiert“, sagt der Paläoozeanograph Prof. Dr. Dirk Nürnberg vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Bild links: Einige heute ausgestorbene Tierarten, die bei Ankunft der Menschen in Australien gelebt haben (Bild: Peter Trusler, Homepage GEOMAR).

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