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Der neue BGR-Bericht zur Rohstoffsituation in Deutschland. Quelle: BGR

Neuer Bericht zur Rohstoffsituation in Deutschland

Sand und Kies sowie gebrochene Natursteine sind mit einem Förderanteil von zusammen erneut mehr als 80 % nicht nur mengenmäßig, sondern erstmals auch vom Wert her die bedeutendsten deutschen Rohstoffe. Das geht aus dem aktuellen Bericht der BGR zur Rohstoffsituation in Deutschland hervor. Danach wurden im Jahr 2020 in Deutschland 485 Millionen Tonnen dieser Baurohstoffe gefördert. Ihr Wert lag bei rund 3,7 Milliarden Euro. Insgesamt betrug die Fördermenge mineralischer Rohstoffe rund 602 Mio. t (+1 % gegenüber 2019) mit einem Gesamtwert von 7,4 Mrd. €.
Die Produktion heimischer Energierohstoffe ging dagegen zurück (?14,5 %) und belief sich auf rund 107 Mio. t Braunkohle, etwa 2 Mio. t Erdöl sowie rund 6 Mrd. Kubikmeter Erdgas, Erdölgas und Grubengas. Insgesamt lag der Wert der heimischen Rohstoffproduktion bei 10,6 Mrd. € (?7,1 %).
Deutschland bleibt allerdings weiter bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig. Der größte Teil der Ausgaben für Importe entfiel erstmals auf die Metallrohstoffe (Anteil: 51 %). Energierohstoffe machten aufgrund des gesunkenen Primärenergiebedarfs nur noch ca. 47 % des Einfuhrwertes aus, der Rest entfiel auf die Nichtmetalle. Durch das Recycling von Metallrohstoffen konnte die deutsche Importabhängigkeit bei diesen wertmäßig bedeutendsten Import-Rohstoffen immerhin deutlich reduziert werden.Der jährliche Bericht zur Rohstoffsituation informiert über die nichterneuerbaren Rohstoffe mit Blick auf aktuelle Entwicklungen zur heimischen Rohstoffproduktion, im Außenhandel, bei Rohstoffpreisen sowie beim Rohstoffverbrauch.  Mehr erfahren...

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