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Messplattform mit Brennstoffzelle wird zu Wasser gelassen. Foto: Finn K. Flögel. Quelle: Geomar

Neue leistungsfähige und nachhaltige Energieversorgung am Meeresboden

Submarine Brennstoffzelle erfolgreich getestet

Für die Gewinnung von Messdaten aus dem Ozean werden immer häufiger autonom arbeitende, robotische Systeme eingesetzt. Um die Energieversorgung für solche Langzeitbeobachtungen auf eine leistungsfähige, sichere und nachhaltige Basis zu stellen, wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel eine submarine Brennstoffzelle für mobile Beobachtungssysteme entwickelt. Erste Tests, die im November auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 71 der Bundeswehr durchgeführt wurden, verliefen sehr erfolgreich.

Unter Wasser kommt der Strom in der Regel nicht aus der Steckdose. Meist werden Messgeräte zur Ozeanbeobachtung über konventionelle Batterietechnik oder seltener über aufwändige Kabellösungen mit der notwendigen Energie versorgt. Insbesondere mobile energieintensive robotische Systeme für die Exploration und das Umweltmonitoring am Meeresboden benötigen aber immer größere Energiemengen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel wurde jetzt erstmal die Brennstoffzellentechnologie für den Einsatz an einem Langzeit-Meeresbodenobservatorium erfolgreich getestet.

„Der Bedarf an Langzeit-Beobachtungssystemen am Meeresboden ist stark gestiegen und wird auch in Zukunft immer weiter in den Fokus ru?cken“, sagt Projektleiter Dr. Sascha Flögel vom GEOMAR. Sowohl die Industrie wie auch die Wissenschaft benötigen für unterschiedliche Fragestellungen Daten vom Meeresboden, zum Beispiel um Trends von Umwelt- und Klimaparametern zuverlässig zu erkennen oder für Explorationsvorhaben zu ermitteln. Dafür eignen sich mobile, modular aufgebaute Systeme besonders gut, so Dr. Flögel. Leider benötigen die zunehmend komplexeren Systeme auch mehr Energie, was größere Energiespeicher erfordert. Verkabelungen kämen, wenn überhaupt, nur in Küstennähe in Frage und seien sehr teuer. Mehr erfahren...

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